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the
audioroom presents
Familie Seelig
album preview
uko
on the decks
visuals by Anna Jermolaewa
Di 11/09/01,
21.00h @ Künstlerhaus Wien,
1010, Karlsplatz 5, Eintritt frei
Der Abschluß
der Ausstellung "Global Tools - Design im Zeitalter der Intensivstation"
wird im Wiener Künstlerhaus mit dem Sommerfest 2001 gefeiert. the audioroom präsentiert Familie
Seelig, die ab 21.00h Kostproben ihres im Herbst erscheinenden Albums
95-01 vorstellen. Bekannt durch ihre bisherigen Veröffentlichungen auf
den Vienna Scientists Compilations kombinieren sie in ihrer Musik Downtempo-Grooves
und Electro mit 80er Referenzen und legen sublime
Tonspuren, die deinen Alltag neu formatieren. UKO
nimmt Bezug auf Stanley Kubricks schwebend ortlosen Raum in "2001"
mit spacigen, rare Grooves.
Ab 19.00h ein Sale von selected pieces der Ausstellung und letzte Möglichkeit
in die helle grenzenlose Transit-Lounge einzutreten, im Trainingsraum
auf supersoftem Boden mit alten Computergames zu spielen oder an der
Liegebar einen Drink zu bestellen.
Familie
Seelig
"95-01" (brilliant tree)
"Morning Mist" (vienna scientists 1)
"Instant Flavour" (base)
uko "uko" (klein)
"Superconductive" (klein)
"Sun Beams" (vienna scientists 2)
"Do Yourself Some Good" (vienna scientists 1)
Global Tools
Ausstellung
Um 1973 versammelte sich unter "Global Tools" in Florenz die Avantgarde des
Radikalen Designs (Archizoom, Ugo La Pietra, Superstudio, Ettore Sottsass
u.a.) und plante ein Laboratorien-Netzwerk, das nicht mehr die Dingwelt,
sondern die Verhaltensformen, ja den Geist selbst designen sollte. Obwohl
das historische Projekt "Global Tools" an seinem Anspruch bald kollabierte,
haben sich bis heute bemerkenswert viele seiner Utopien realisiert. Global
Tools sind mittlerweile tatsächlich in aller Hände - wenn auch in Form von
Handys, Scheckkarten oder Internet-Modems. Auch die Netzwerkidee ist in die
heutige Zeit mutiert: Grundbedingung für das Funktionieren vieler Global
Tools ist die Existenz von großen technischen, informellen oder ökonomischen
Trägerstrukturen, die wir anzapfen, in die wir uns einwählen oder an die wir
uns als "Endgeräte" andocken. Und modernes Design hat tatsächlich zu neuem
Verhalten und Denken geführt - und vice versa. Design und "expectation
management" (die Manipulation der Erwartungshorizonte) sind mithin
gekoppelte Regelkreise: Bevor ein Produkt gestaltet werden kann, muß bereits
die Bühne dafür Gestalt bekommen haben, d.h. einige akut lustbesetzte
Handlungsmuster oder Funktionen entdeckt werden. Stimmt jedoch die
Atmosphäre, setzen nicht selten rauschhafte Entwicklungen ein. Allein die
Mobilmachung und Entstofflichung durch die Digitalisierung der letzten Jahre
hat gezeigt, wie dann selbst die avanciertesten Neuerungen als
selbstverständlich und längst überfällig erfahren werden.
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